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Fort-Louis (Deutsch)

Fort-Louis vu du ciel

FORT-LOUIS                        

Fort-Louis ist ein Dorf mit einer nur etwas über 300-jährigen Geschichte, hat aber eine ereignisreiche Vergangenheit. Diese stand immer im Zusammenhang mit dem Rhein, seinen Launen und überschwemmungsbedingten Veränderungen sowie dem Schicksal der Bewohner an seinen beiden Ufern.

                                                  

Bei Fort-Louis ist der Rhein Bindeglied und Grenze zu BadenBlason de Fort Louis

Der Rhein ist heute ein Bindeglied zwischen dem Elsass und Baden. Die Gegend von Fort-Louis war immer mit dem Rhein verbunden; schon vor der Gründung der Festung durch Vauban haben die Veränderungen des schiffbaren Flussbettes des Rheins, also der Grenze zwischen dem Elsass und dem badischen Land sowie die jährlichen Überschwemmungen des Rieds bis zum Fuss der Schwemmlandterrasse die Landschaft in der Umgebung geprägt. Bis 1648, als der Grossteil  des Elsass in das  Königreich Frankreich integriert wurde, war der Rhein praktisch immer eine Verbindung zwischen beiden Ufern. Diese Integration hat aus ihm eine Grenze gemacht. Zahlreiche Inseln, Sand- und Kiesbänke gehörten zu dieser Landschaft, dienten zugleich aber auch dazu, von einem Ufer zum anderen zu gelangen. Der Rhein ist also auch die Grenze zwischen dem Elsass und Baden.

 

1886 ist die Gründung der Festung Fort-Louis beschlossen worden. Sie sollte eine Befestigung gegen das Land Baden darstellen und der Überwachung des Rheins dienen. Vauban hat selbst am 6.Januar 1687 den Grundstein gelegt auf einer Insel im Rhein, namens Giesenheim, die früher den zu Fleckensteins gehörte. Die Insel wird abgeholzt, Brücken, Strassen und Dämme werden gebaut und Festungswälle wachsen aus der Erde.

Die Festung umfasst eine Hauptbefestigungsanlage, genannt „Fort Carré“, auf der Insel selbst und zwei Vorfestungen, das „Fort Alsace“ auf der elsässischen Seite des Rheins und das „Fort Marquisat“ auf dem badischen Ufer. Sie ist eine der 7 oder 8 Festungsanlagen, die Vauban im Ganzen gebaut hat, bzw. deren Bau unter seiner Leitung erfolgte.

Fort-Louis gehörte gleichzeitig zur sog. Moder-Befestigungslinie als auch zur Rhein-Befestigungslinie.

Ab 1697 war Frankreich durch die Verträge von Ryswick und von Baden verpflichtet, das Fort Marquisat zu schleifen, von dem heute nur noch einige unbedeutende Erdwälle und Flurbezeichnungen in Kataster -Dokumenten zeugen.

Fort-Louis wird während des Winters 1705/1706 von kaiserlichen Truppen belagert; von Maréchal de Villars wird die Festung entsetzt und von ihm wieder besetzt. 1793 kommen die Österreicher erneut ins Nordelsass und nehmen die Festung am 13. November nach kurzer 9-tägiger Belagerung ein. In der Nacht vom 17. auf den 18. Januar 1794 zerstören sie die Befestigungen, sprengen die Munitionslager, beschädigen die Bastionen, brennen die Brücken nieder und ziehen sich über den Rhein zurück, wobei sie die Zivilbevölkerung zwingen, ihnen zu folgen. Die Franzosen besetzen die Festung wieder.

Plan ancien de Fort-Louis

Anfang des Jahres 1814 besetzen russische und badische Truppen zum dritten Mal die Festung, die von den napoleonischen Truppen verlassen war, weil sie auf anderen illusteren Kriegsschauplätzen im Einsatz waren. General Schramm, gebürtig aus der Umgebung von Beinheim, nimmt die Festungsanlagen, die ohne jede Besetzung sind, wieder ein. Während der „100 Tage“ Napoleons werden die Festungen erneut von den verbündeten Badenern, Österreichern und Russen zurückerobert. Sie verlassen den Ort am 17. Oktober 1818, nachdem sie die Reste der Festung erneut geschleift haben.

Nach den Ereignissen von 1793/1794 und 1814/1815 wurden die Befestigungen nicht wieder in Stand gesetzt. Nachdem sie während mehr als der Hälfte des 19. Jahrhunderts von der Militärverwaltung praktisch dem Verfall preisgegeben und von der üppigen Vegetation des nördlichen Rieds überwuchert waren, wurden sie 1890 von der Gemeinde Fort-Louis erworben. Daher gehören das „FortCarré“, das „Fort Alsace“  und die umliegenden Grundstücke heute der Gemeinde.

Mitte des 19. Jahrhunderts haben eine Zusammenarbeit zwischen dem badischen Ingenieur Tulla und seinen Kollegen von der französischen Seite die Rheinregulierung und das Eindeichen des Flusses ermöglicht.

Wurde der Rhein zum Bindeglied zwischen dem Elsass und Baden? Nein, die Ereignisse von 1870 wollten es anders, mit der Annektierung des Elsass durch das deutsche Kaiserreich und einem Rhein, der bis 1919 nuch  durch die Macht des Faktischen zum Bindeglied wurde.

Die Arbeiten zur Rheinkorrektur haben die Landschaft um Fort-Louis verändert. Zwei grosse Schleifen wurden künstlich angelegt, nicht wegen etwaiger gewässerkundlicher oder durch die Wasserkraft bedingte Notwendigkeiten sondern nachdem Grundstückseigentümer in besonders geeigneten Positionen aus spekulativen Interessen interveniert hatten.

Das Gemeindegebiet von Fort-Louis gewann durch die beiden Grundstücksflächen in den Rheinschleifen, während das von Stattmatten zu Lasten von Baden verlor.

Während der 3 Jahrhunderte des Bestehens von Fort-Louis hat der Rhein einer Vielzahl von Einwohnern Arbeit geboten: Die Schieber und Schmuggler, die Zöllner, die Goldwäscher und diejenigen, die am Bau und der Unterhaltung der Dämme arbeiteten, stellten einen Grossteil der aktiven Bevölkerung der Gemeinde. Dagegen waren die Schiffer in Fort-Louis nur wenig vertreten.

Fort-Louis ist heute ein friedliches Dorf im nördlichen Uffried ein einer angenehmen Umwelt, von der das Biotop der Moder einer der Hauptbestandteile ist.